@ alle Besitzer eines PC mit einem Intel S-ATA oder Raid-System:
Vorbemerkung:
In der Vergangenheit habe ich mich viel mit NVIDIA's nForce RAID-Systemen und den problematischen nForce Controller-Treibern beschäftigt und entsprechende Installationsanleitungen geschrieben (auch für dieses Forum). Wenn ich die in den verschiedenen Foren gestellten Fragen richtig interpretiere, besteht jedoch auch bei Besitzern eines PC's mit Intel-Chipsatz und S-ATA Festplatten mit oder ohne RAID ein erheblicher Informationsbedarf.
Weil ich selbst seit einiger Zeit Besitzer eines PC's mit einem Intel S-ATA-RAID-System bin und damit bereits einige Erfahrungen sammeln konnte, habe ich mich entschlossen, nun auch eine Anleitung für die Einbindung der Intel Controller-Treiber in eine bootfähige Windows CD zu schreiben und einen entsprechenden Thread für Rückfragen und Erfahrungsberichte bei der Anwendung zu starten.
Hier ist sie:
Integration der Intel AHCI- und RAID-Treiber
mit nLite
Anleitung für die Betriebssysteme
Windows XP und Server 2003 (32/64bit)
(Stand: 24.03.2012)
Changelog:- neu: Intel Chipsatz-"Treiber" v9.3.0.1020 WHQL vom 16.01.2012 (extrahiert und vorbereitet für die XP-Integration)
- neu: 32/64bit Intel RST AHCI/RAID-Treiber v11.1.0.1006 WHQL vom 01.02.2012 (für Intel ICH7R/ICH7M/ICH9M/ICH10R/5-Serie/6-Serie/7-Serie Chipsätze, nicht für X79)
- neu: 32/64bit Intel RST AHCI/RAID-Treiber v11.1.0.1006 mod vom 01.02.2012 (für alle Intel Chipsätze ab ICH7R/M außer X79)
- neu: Intel RST-Komplett-Paket v11.1.0.1006 WHQL vom 29.02.2012 mit RST-Konsolen-Software v11.1.0.1006
Kurzanleitung für Intel S-ATA AHCI- und RAID-Systeme
(für ungeduldige Anwender, Voraussetzung: PC/Notebook mit Intel ICH7-10 oder 5-Serie Chipsatz)
Wenn beim Versuch, XP/W2k3 (32/64bit) zu installieren, die Festplatte(n) nicht erkannt wird/werden, führt folgendes Vorgehen fast immer zum Erfolg:
- aktuelle Version von nLite hier herunterladen und installieren (.NET Framework 2.0 oder höher nötig)
- je nach zu installierendem Betriebssystem eins der folgenden Treiber herunterladen und entpacken:
>32bit Intel AHCI/RAID-Treiber v8.9.8.1005 mod von Fernando< (für Windows XP oder Windows Server 2003)
>64bit Intel AHCI/RAID-Treiber v8.9.8.1005 mod von Fernando< (für Windows XP x64 oder Windows Server 2003 x64)
- Ordner namens "XPCD" bzw. "W2k3CD" erstellen und Inhalt der Original-XP/W2k3-CD hinein kopieren
- nLite starten > als Quelle auf erstellten Ordner verweisen > Schaltflächen "Treiber" und "Bootfähiges ISO Image" wählen
- im Bereich "Treiber" den Knopf "Einfügen" drücken > "einzelner Treiber" > auf den Inhalt des o.g. Treiber-Ordners verweisen
- auf irgendeine der angezeigten INF-Dateien doppelklicken
- im sich öffnenden Popup-Fenster (s. Bild weiter unten) mit STRG+A alle Controller markieren > "OK" drücken
- nLite die ISO-Datei direkt auf eine Leer-CD brennen lassen
- von der erstellten CD booten, Zielpartition auswählen, formatieren (schnell mit NTFS) und XP installieren - fertig!.
Ausführliche Anleitung mit Erläuterungen
Problembeschreibung:
Viele Besitzer eines PC's mit Intel-Chipsatz und S-ATA Festplatte(n) kennen das Problem:
Wenn man Windows 2000, Windows XP (32/64bit) oder Windows Server 2003 (32/64bit) installieren will, scheitert dies in der Regel bereits kurz nach dem Setup-Start, weil die S-ATA Festplatte(n) bzw. das eingerichtete Intel RAID-System nicht erkannt wird. Das liegt daran, dass die genannten Betriebssysteme und deren Setup-Routine die heute üblichen Intel-Controller und deren Fähigkeiten (AHCI bzw. RAID) nicht kennen und keine passenden Treiber "an Bord" haben.
Damit das nicht passiert, werden die passenden Controller-Treiber üblicherweise zu Beginn der Installation des Betriebssystems nach Drücken der F6-Taste von einer entsprechend vorbereiteten Treiber-Diskette geladen.
Das F6/Floppy-Verfahren ist zwar relativ einfach in der Anwendung, es funktioniert jedoch nur dann, wenn der Rechner über ein Disketten-Laufwerk verfügt (was bei modernen PC's nicht mehr die Regel ist). Darüber hinaus hat dieses "antiquierte" Verfahren folgende Nachteile:
- Man muss zu Beginn der Installation des Betriebssystems höllisch aufpassen, dass man zum richtigen Zeitpunkt die F6-Taste drückt.
- Die F6/Disketten-Methode ist lästig, weil man die Treiber während des Windows-Setups 2mal laden muss.
- Disketten sind nur nur sehr langsame, sondern gleichzeitig äußerst unzuverlässige Datenträger. Es passiert relativ häufig, dass bestimmte Dateien vom Laufwerk falsch oder überhaupt nicht gelesen werden können. In allen diesen Fällen scheitert dann die Installation des Betriebssystems.
Als Alternative zum F6/Disketten-Verfahren bietet sich die Integration der notwendigen Controller-Treiber in die bootfähige Installations-CD/DVD des Betriebssystems an.
Die manuelle Integration der Controller-Treiber ist für den Normalanwender recht kompliziert und fehlerträchtig (es müssen diverse Dateien editiert, geändert, kopiert und ggfls. komprimiert werden). Häufig merkt man erst beim Scheitern der Installation des Betriebssystems, dass man bei der Treiberintegration etwas falsch gemacht hat.
Problemlösung:
Das Tool nLite bietet seit der Version 1.0 Final für Besitzer eines Intel S-ATA- oder Raid-Systems eine enorme Verbesserung und Vereinfachung bei der Erstellung einer bootfähigen XP, W2k und W2k3 CD/DVD mit integrierten Controller-Treibern.
Wenn man nLite für die Treiberintegration nutzt, braucht man nichts mehr zusätzlich "per Hand" zu machen (kein Kopieren von Dateien, kein Erstellen von Verzeichnissen, kein Editieren von SIF- oder OEM-Dateien). Am Ende erstellt nLite vollautomatisch eine bootfähige CD, die eine perfekt funktionierende Installation des Betriebssystems auf einem Intel S-ATA/RAID-System ohne F6/Disketten-Methode erlaubt.
Mit nLite lassen sich sogar Controller-Treiber erfolgreich einbinden, die nicht oder noch nicht von Microsoft digital signiert sind (WHQL-Zertifizierung fehlt). Dies ist durch ein spezielles nLite-Verfahren zur Unterdrückung der MS-eigenen Standard-IDE-Treiber gelungen.
Informationen zur Notwendigkeit des Ladens/Einbindens der Intel Controller-Treiber:
- Vista und Windows7 als neueste Windows-Betriebssysteme enthalten bereits alle notwendigen Intel Controller-Treiber, um die derzeit aktuellen Intel S-ATA-Systeme (AHCI oder RAID) bereits zu Beginn der Installation zu erkennenen und deren Fähigkeiten zu nutzen. Aus diesem Grunde ist eine Einbindung bzw. das Laden der Treiber bei Vista oder Windows 7 (x86 und x64) in der Regel nicht erforderlich.
- Keines der vor Windows 2000 veröffentlichten Windows Betriebssysteme (von Windows 3.11 bis Windows ME) unterstützen die aktuellen Intel S-ATA und S-ATA-RAID Controller. Es gibt dafür auch keine entsprechenden Treiber.
- Für Windows 2000 gibt es zwar ältere Intel Controller-Treiber, diese arbeiten mit den aktuellen Intel S-ATA/RAID Controllern jedoch nur sehr eingeschränkt.
- Die Betriebssysteme Windows XP (Home/Pro/MCE) und Windows Server 2003 unterstützen die aktuellen Intel Controller voll, wenn die von Intel bereit gestellten Controller-Treiber geladen/eingebunden sind. XP (ab SP2) und W2k3 (ab SP1) sind sogar in der Lage, ohne zusätzliche Treiber moderne S-ATA-Festplatten zu erkennen und als IDE-Festplatten anzusprechen. Das gilt jedoch nicht, wenn im BIOS bei der "IDE-Konfiguration" die erweiterten S-ATA Controller-Funktionen AHCI (Abkürzung für "Advanced Host Controller Interface") aktiviert sind, oder wenn die S-ATA-Platten zu einem RAID ("Redundant Array of Independent Disks") verbunden sind. In beiden Fällen erkennt die Setup-Routine die im PC vorhandenen und an den Intel Controllern angeschlossenen S-ATA-Festplatten erst nach dem Laden oder Einbinden der entsprechenden Intel Controller-Treiber.
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einbindung der Intel S-ATA AHCI/RAID-Treiber:
- Die S-ATA-Festplatten müssen an den Intel S-ATA-Ports der Hauptplatine angeschlossen sein.
Hinweis: Viele Intel-Boards haben zusätzlich zu den Intel SATA-Ports noch S-ATA-Anschlüsse mit Controllern anderer Hersteller (z.B. JMicron oder Marvell). Wenn die Festplatte/SSD, auf die das Betriebssystem installiert werden soll, nicht an einem Intel SATA-Port angeschlossen ist, muss anstelle des Intel Textmode-Treibers der zum Chip des genutzten SATA Controllers "passende" Textmode-Treiber des Chip-Herstellers (JMicron oder Marvell) integriert werden. Wenn trotzdem der in diesem Fall völlig "falsche" Intel-Treiber integriert wird, führt die anschließende XP-Installation zum BSOD. AHCI/RAID-Treiber von JMicron und Marvell könnt Ihr zB. im Startbeitrag >dieses< Threads finden.
- Das BIOS der Hauptplatine sollte up-to-date sein (wird im Internet auf den Support-Seiten des Mainboard-Herstellers angeboten).
- Im BIOS müssen die Intel SATA-Ports, mit denen die Festplatte(n) verbunden ist/sind, hinsichtlich der beabsichtigten SATA-Nutzung der Controller ("IDE"="LEGACY", "AHCI" oder "RAID") korrekt gesetzt sein. Die SATA-Einstellungen befinden sich in der Regel im BIOS-Bereich "Integrated Peripherals".
- Das Powermanagement ACPI sollte im BIOS aktiviert sein (ist in der Regel bereits als Standard so eingestellt).
- Als Quelle für die Bearbeitung mit nLite sollte eine unbearbeitete fehlerfreie Original-CD des Betriebssystems (mit oder ohne Service Pack) genommen werden.
- Das CD/CD-ROM-Laufwerk sollte einwandfrei funktionieren.
- Wenn das Betriebssystem auf einem Intel RAID-Verbund installiert werden soll, muss dieses RAID mit Hilfe der "Intel MSM bzw. RST RAID Option ROM Utility" (i.d.R. aufzurufen über <Strg+I> oder F10) korrekt konfiguriert sein.
1. Vorbereitung der Integration
Man nimmt das Tool nLite in der aktuellen Version (Download:
>diese< Seite aufrufen, auf den Link klicken und anschließend "Datei speichern" drücken) und legt sich die Treiber zurecht, die man gerne integrieren möchte.
Die Wahl der richtigen Intel Textmode-Treiber hängt in erster Linie vom zu installierenden Betriebssystem ab. Auf den jeweiligen Intel Chipsatz der Hauptplatine kommt es bei der Treiberauswahl in der Vorbereitungsphase weniger an, weil die neuesten Intel Controller-Treiber praktisch alle aktuellen Intel S-ATA AHCI/RAID Controller unterstützen, sofern die Southbridge mindestens einen ICH7R bzw. ICH7M Chip besitzt.
Vorbereitung der aktuellen Intel Textmode-Treiber:
Anwender, die eines der oben genannten Betriebssysteme installieren wollen, sollten sich die aktuellen Treiber herunterladen, die bereits für die spätere Integration vorbereitet sind (siehe weiter unten). In dem jeweiligen 32/64bit Treiber-Paket befinden sich alle erforderlichen Intel Controller-Treiber für alle Windows-Betriebssysteme ab Windows XP und alle gängigen Intel Chipsätze von ICH7 bis ICH10 (einschließlich der Mobile/Laptop-Versionen).
Hinweise:- Die gleichen Treiber, jedoch zusammengepackt mit der entsprechenden Software sind übrigens auch im Gesamtpaket der "Intel(R) Rapid Storage-Technologie" enthalten, das vom Chipsatzhersteller Intel >hier< - wenn auch oft mit zeitlicher Verzögerung - offiziell angeboten wird. Wer die neueste Version der "Intel(R) Rapid Storage-Technologie" sucht, sollte einen Blick auf >diese< Seite werfen (der Download-Knopf ist jeweils ganz rechts). Die EXE-Datei des Pakets wird jedoch erst nach der erfolgreichen Installation des Betriebssystems benötigt und ist für die Integration der Treiber ungeeignet.
Achtung: Auf keinen Fall sollte man versuchen, das Gesamtpaket (die EXE-Datei) der "Intel(R) Rapid Storage-Technologie" (oder des Vorgängers, des "Intel(R) Matrix Storage Managers") zu diesem Zeitpunkt durch einen Doppelklick auszuführen, denn dadurch wird nicht nur eine Extraktion der Komponenten, sondern in der Regel auch eine für den vorgesehenen Zweck völlig unsinnige Installation der Treiber und der Software ausgelöst (die dann häufig mit einer Fehlermeldung endet).
- Weitere Infos über die verschiedenen AHCI- und RAID-Treiber von Intel sowie über die Unterschiede zwischen Intels "Matrix Storage Manager" (MSM) und Intels "Rapid Storage-Technologie" (RST) gibt es >hier<.
Das weitere Vorgehen hängt davon ab, ob es sich bei dem zu installierenden Betriebssystem um die 32- oder 64-bit-Ausführung handelt, denn beide Varianten (32bit/64bit) benötigen entsprechend unterschiedliche (32bit/64bit) Controller-Treiber.
Für die spätere Integration empfehle ich - je nach Einzelfall - einen der nachfolgend beschriebenen und verlinkten Textmode-Treiber:
A) Windows XP (Home/Pro/MCE) und Windows Server 2003 (32bit)- offizielle 32bit Intel AHCI/RAID-Treiber aus der RST-Serie:
Wer einen Laptop oder einen Computer mit einer halbwegs aktuellen Intel Southbridge (ICH7R/ICH7M/ICH9M/ICH10R/5-Serie/6-Serie/7-Serie außer X79) besitzt und seine SATA-Festplatte(n) oder SSD('s) im AHCI- oder RAID-Modus nutzen will, sollte sich dieses kleine Treiber-Päckchen herunterladen, das alle für die spätere Integration notwendigen Dateien des offiziellen 32bit Intel Textmode-Treibers enthält:
>32bit Intel RST Textmode-Treiber v11.1.0.1006 WHQL< (offizieller 32bit Intel AHCI/RAID-Treiber der RST-Serie vom 01.02.2012)
Dieser Treiber ist für fast alle derzeit verfügbaren Intel Southbridges ab ICH7R/ICH7M im AHCI- bzw. RAID-Modus geeignet.
Ausnahme: Anwender mit einem Intel ICH8R, ICH9R oder ICH8M AHCI-System oder einem Intel X79 Chipsatz können diesen Treiber nicht nutzen, weil die entsprechenden HardwareID-Einträge in den INF- und OEM-Dateien fehlen.
- modifizierte Version des 32bit Intel AHCI/RAID-Treibers v11.1.0.1006:
>32bit Intel RST Textmode-Treiber v11.1.0.1006 mod von Fernando< ("gemoddeter" offizieller 32bit Intel AHCI/RAID-Treiber der RST-Serie vom 01.02.2012)
Dieser Treiber unterstützt zusätzlich zum zuvor genannten offiziellen Treiber auch ICH8R/ICH8M/ICH9R sowie ICH8/ICH9/ICH10 (ohne "R" oder "M") Southbridges, sofern die Intel SATA Controller im BIOS auf "AHCI" gesetzt sind.
- modifizierter 32bit Intel AHCI/RAID-Treiber aus der MSM-Serie:
Obwohl Intel ICH8, ICH9 und ICH10 Southbridges (ohne "M" oder "R" hinter der Zahl) offiziell nur für den "IDE Mode"-Betrieb vorgesehen sind, haben einige Mainboard-Hersteller im BIOS die Möglichkeit vorgesehen, die Intel SATA Controller auf "AHCI" zu setzen. Da Intel's offiziellen Textmode-Treiber diese speziellen Controller jedoch nicht unterstützen, benötigen die Anwender für den AHCI-Betrieb einen entsprechend modifizierten Treiber, der sich hier herunterladen lässt:
>32bit Intel MSM Textmode-Treiber v8.9.8.1005 mod von Fernando< (modifizierter 32bit Intel AHCI/RAID-Treiber der MSM-Serie vom 05.04.2010)
Dieser Treiber unterstützt alle Intel Southbridges ab ICH6R bzw. ICH6M sowie zusätzlich ICH8/ICH9/ICH10 (ohne "M" oder "S") Southbridges, jedoch keine Intel Southbridges der 6-Serie ("Sandy Bridge" Boards) und X79 Serie.
Wichtige Hinweise:- Im Gegensatz zur neuen RST-Serie scheinen die Treiber der inzwischen ausgelaufenen MSM-Serie wesentlich toleranter hinsichtlich der Controller-Auswahl zu sein, die während der Integration vorzunehmen ist. Dies hat unser User "amigaman" herausgefunden und >hier< darüber berichtet. Insofern ist dieser modifizierte MSM-Treiber u.U. auch dannn die bessere Wahl, wenn der Anwender entweder den auf seinem Board verbauten Intel SATA Controller nicht genau kennt oder eine XP-CD erstellen möchte, die für verschiedene Intel AHCI/RAID-Systeme verwendbar ist.
OffTopic-Hinweis: Die MSM-Treiber sind übrigens auch die bessere Wahl, wenn es um die Einbindung eines Intel AHCI- oder RAID-Treibers in eine BartPE-CD geht, bei Verwendung eines RST-Treibers gibt es in der Regel einen BSOD. Wie im Falle einer BartPE-Integration zu verfahren ist, hat Nemo freundlicherweise >hier< beschrieben.
- Aufgrund der von mir vorgenommen Modifikatation der den Treiber begleitenden Textdateien besitzt dieser AHCI-/RAID-Treiber keine digitale Signatur mehr. Das Fehlen des WHQL-Zertifikats hat jedoch keine negativen Auswirkungen auf seine Funktion. Wie üblich erfolgt die Nutzung der von mir bearbeiteten Treiber auf eigene Gefahr.
- Wer den von mir "gemoddeten" aktuellen MSM-Treiber Treiber nicht nehmen will und wem die fehlende Unterstützung einiger Intel Southbridges (s. oben) nichts ausmacht, kann sich den Original-Treiber v8.9.8.1005 mit WHQL-Zertifikat >hier< herunterladen.
- nur für X79 Chipsätze: aktuelle Version der 32bit Intel AHCI/RAID-Treiber aus der RST-Serie: (Hinweis: RSTe-Treiber sind unbrauchbar für die Installation von XP 32bit!):
>32bit Intel RST Textmode-Treiber v10.5.2.1010 für X79< (32bit Intel AHCI/RAID-Treiber der RST-Serie vom 27.10.2011, nur für X79 Chipsätze geeignet)
Diese 32bit RST-Treiber der v10.5 Serie sind von Intel speziell für AHCI/RAID-Systeme mit X79 Chipsatz entwickelt worden. Im Gegensatz zu den RSTe-Treibern kann dieser Treiber für die Installation von Windows XP (32bit) genutzt werden.
B) Windows XP x64 oder Server 2003 x64 (64bit)- offizielle 64bit Intel AHCI- und RAID-Treiber aus der RST-Serie:
Hier gibt es den für die spätere Integration in eine 64bit-Version von XP oder W2k3 geeigneten AHCI- bzw. RAID-Treiber (empfehlenswert für alle Intel Southbridges ab ICH7R/ICH7M - mit Ausnahme von ICH8R, ICH8M, ICH9R und X79):
>64bit Intel RST Textmode-Treiber v11.1.0.1006 WHQL< (offizieller 64bit Intel AHCI/RAID-Treiber der RST-Serie vom 01.02.2012)
- modifizierte Version des 64bit Intel AHCI/RAID-Treibers v11.1.0.1006:
>64bit Intel RST Textmode-Treiber v11.1.0.1006 mod von Fernando< ("gemoddeter" 64bit Intel AHCI/RAID-Treiber der RST-Serie vom 01.02.2012)
Dieser Treiber unterstützt zusätzlich zum zuvor genannten offiziellen Treiber auch ICH8R/ICH8M/ICH9R sowie ICH8/ICH9/ICH10 (ohne "M" oder "S") Southbridges , sofern die Intel SATA Controller im BIOS auf "AHCI" gesetzt sind.
- modifizierter 64bit Intel AHCI/RAID-Treiber aus der MSM-Serie:
Dieser spezielle 64bit-Treiber kann hier heruntergeladen werden:
>64bit Intel MSM Textmode-Treiber v8.9.8.1005 mod von Fernando< (modifizierter 64bit Intel AHCI/RAID-Treiber der MSM-Serie vom 05.04.2010)
Hinsichtlich der Verwendbarkeit und der digitalen Signatur gilt für die 64bit-Treiber prinzipiell das Gleiche wie für die 32bit-Variante (s. oben).
Die 64bit-Version des Originaltreibers mit WHQL-Stempel gibt es >hier<
- nur für X79 Chipsätze: aktuelle Version der 64bit Intel AHCI/RAID-Treiber aus der RSTe-Serie:
>64bit Intel RSTe Textmode-Treiber v3.0.1.7016 WHQL< (64bit Intel AHCI/RAID-Treiber der RSTe-Serie vom 19.12.2011, nur für X79 Chipsätze geeignet)
Diese AHCI/RAID-Treiber gehören zur neuen "Intel(R) Rapid Storage Technology Enterprise Edition" (RSTe-) Serie und unterstützen in der Original-Fassung nur AHCI/RAID-Systeme mit einem Intel X79 Chipsatz!
Das heruntergeladene und zum jeweiligen Zweck "passende" Treiber-Päckchen braucht nur mit einem Tool wie WinRar oder 7-Zip entpackt und irgendwo auf der Festplatte gespeichert zu werden. Damit ist bereits alles für die spätere Integration vorbereitet.
Zum Abschluss der Vorbereitungen brauchen nur noch die Dateien des Betriebssystems für die Bearbeitung auf die Festplatte gebracht zu werden. Dazu legt man irgendwo einen Ordner z.B. mit dem Namen "XPCD" an und kopiert den gesamten Inhalt der Original-CD in diesen Ordner.
Wichtig: Die für die Bearbeitung vorgesehene Quelle darf nicht bereits (z.B. von nLite) bearbeitet sein.
2. Bearbeitung der Quelldateien mit nLite
Nach Beendigung der im vorigen Punkt beschriebenen Vorbereitungen kann nLite gestartet und mit der Bearbeitung der Quell-CD-Dateien begonnen werden.
- nLite-Startbildschirm:
Als Erstes erscheint der Willkommen-Bildschirm von nLite. Hier braucht nur die Sprache (z.B. "Deutsch") ausgewählt zu werden.
> "Weiter" klicken.
- Pfad zur XP-Quelle:
Im nächsten Fenster muss der Pfad zum Ordner eingegeben werden, in den man zuvor den Inhalt der Quell-CD kopiert hat (z.B. C:\XPCD). Danach erkennt nLite nicht nur das Betriebssystem, sondern auch die genaue Version (mit Angabe des bereits integrierten Service Packs).
> "Weiter" klicken.
- Vorlagen (Dateien "Letzte Session.ini"):
Von der Möglichkeit, hier die Protokolldatei namens "Letzte Session.ini" einer vorherigen nLite-Bearbeitung zu laden oder zu importieren, sollte man auf keinen Fall Gebrauch machen, weil andernfalls der Erfolg der späteren XP-Installation gefährdet ist.
Ganz wichtig: Wenn die Bearbeitung mit nLite erneut gestartet wird oder aus irgend einem Grunde wiederholt wird bzw. werden muss, sollte die Prozedur immer von vorn neu begonnen werden, d.h. mit einer frisch von der Original-CD kopierten Quelle und ohne das Laden der Vorlage (Letzte Session.ini) von einer früheren nLite-Bearbeitung!
> "Weiter" klicken.
- Aufgaben:
Nun erscheint das Auswahlfenster mit verschiedenen Aufgaben, die nLite erledigen kann. Von den zur Auswahl stehenden Optionen müssen auf jeden Fall im Bereich "Integrieren" die Schaltflächen "Treiber" und im Bereich "Erstellen" die Schaltfläche "Bootfähiges ISO Image" angeklickt werden. Alle anderen Möglichkeiten, die nLite bietet, sind optional (das heißt: sie können, müssen aber nicht gewählt werden).
Tip: Anfänger sollten von nLite nur die Integration des aktuellen Service Packs (sofern noch nicht geschehen), die Integration der Intel Controller-Treiber und die Erstellung der ISO-Datei durchführen lassen. Das erhöht die Chance einer anschließend erfolgreichen XP-Installation erheblich.
> "Weiter klicken.
Hinweise zur Integration der Intel Textmode-Treiber:- Beim Erscheinen der Aufgabe "Treiber" klickt man auf den Knopf "Einfügen", wählt am einfachsten die Option "einzelner Treiber" und verweist auf den Inhalt des zuvor vorbereiteten Controller-Treiber-Ordners.
- nLite zeigt nun 2 Dateien mit der Erweiterung INF an (IAAHCI.INF und IASTOR.INF). Nach dem Klick auf eine der beiden Dateien (egal welche) erscheint bei Verwendung des z.Zt. aktuellen Intel-Treibers das folgendes Popup-Fenster, in dem alle zur Auswahl stehenden Intel Controller aufgeführt sind:

- Aus dieser Liste können/sollen die Anwender nunmehr die für ihr jeweiliges System "passenden" Controller durch Klicken auf den jeweiligen Controller befindlichen Kästchen aussuchen.
Wichtig: Es ist dabei gleichzeitig die Markierung mehrerer Controller möglich und ggfls. auch sinnvoll (STRG-Taste gedrückt halten)!.
Wer die genaue Bezeichnung der Intel S-ATA und RAID Controller seiner Hauptplatine nicht kennt, kann dies dem Handbuch entnehmen.
Dabei ist grundsätzlich folgendes zu beachten:- Besitzer eines Intel S-ATA-RAID-Systems sollten den zu ihrem Chipsatz (ICH7/8/9/10) und Computer (Desktop, Mobile oder Server) passenden (oder ggfls. alle aufgeführten) "SATA RAID Controller" markieren.
- Wer kein RAID hat, sollte keinen der zur Auswahl stehenden "SATA RAID Controller", sondern nur den/die in Frage kommenden "SATA AHCI Controller" markieren.
- Anwender mit einem Intel X79 Chipsatz-System und an den Intel SATA-Ports angeschlossenen Festplatte(n)/SSD('s) müssen im AHCI-Modus den "Intel(R) C600 Series Chipset SATA AHCI Controller" und im RAID-Modus den "Intel(R) C600 Series Chipset SATA RAID Controller" markieren (und nichts anderes!).
- Besitzer eines PC's sollten sich auf die Controller konzentrieren, bei denen in der Klammer ganz rechts der Begriff "Desktop" steht, während der Begriff "Mobile" für die Verwendung im Notebook (=Laptop) steht.
Tip:
Wem das alles zu kompliziert ist oder wer die genaue Bezeichnung seines Intel SATA AHCI- bzw. RAID-Controllers nicht in Erfahrung bringen kann, sollte im Zweifel nicht irgendwelche, sondern alle zur Auswahl gegebenen Controller markieren. Nach meiner Kenntnis ergeben sich daraus zumindest im Falle der Verwendung eines Intel Textmode-Treibers der MSM-Serie (siehe Abschnitt "Vorbereitung der Integration") keine Probleme, denn
1. alle aufgeführten Controller verwenden exakt den gleichen Treiber und
2. das zu installierende Betriebssystem identifiziert den eingebauten Intel Controller innerhalb der Installationsroutine spätestens bei der Hardware-Erkennung und installiert ihn dann auch mit Hilfe des integrierten Treibers.
Damit ist die Integration der Intel Controller-Treiber seitens des Anwenders erledigt. Sofern keine anderen Treiber integriert werden sollen,
> "Weiter" klicken.
Hinweise zur Integration von "normalen" PnP-/Gerätetreibern: - Im nLite-Aufgabenbereich "Treiber" können (müssen jedoch nicht) die aktuellen Treiber für die im PC eingebaute Hardware (z.B. Ethernet-Chip, Soundchip etc) und für die an den PC angeschlossenen Geräte (z.B. Drucker, Scanner etc.) eingebunden werden.
- Es bietet sich an, bei dieser Gelegenheit vor allem die aktuellen Intel Chipsatz-"Treiber" zu integrieren, die für die Steuerung zahlreicher Systemgeräte der verschiedenen Intel Chipsätze verantwortlich sind (es sind keine echten Treiber, sondern nur Informations-Dateien). Das aktuelle und für praktisch alle Intel Chipsätze verwendbare Komplett-Paket (genannt "INF Update Utility") kann man hier oder - mit zeitlicher Verzögerung - hier direkt vom Chiphersteller Intel herunterladen. Wer die Intel Chipsatz-"Treiber" sofort nach der Installation des Betriebssystems zur Verfügung haben will, sollte das Paket herunterladen. Nach dem Entpacken kann dann der Inhalt des Ordners "All" als PnP-Treiber problemlos integriert werden.
Noch bequemer geht es, wenn man gleich ein Päckchen nimmt, das von vornherein nur die "Treiber" (= Inhalt des "All"-Ordners) enthält. Es lässt sich >hier< herunterladen.
Es genügt, bei der Einbindung mit nLite nach dem Entpacken des Pakets auf irgendeine der dort zahreich vorhandenen INF-Dateien zu klicken (egal welche), denn nLite wird sowieso alle im betreffenden Ordner befindlichen "Treiber"-Dateien auf die spätere CD bringen.
> "Weiter" klicken.
Fertigstellung und Brennen der ISO-Datei:- Erst wenn alle gewählten nLite-Aufgaben vom Anwender abgearbeitet sind, werden - nach einer ausdrücklichen Bestätigung - die gewünschten Aktionen einschließlich der Treiber-Integration von nLite durchgeführt. Am Ende erstellt nLite aus dem nunmehr fertigen Bearbeitungsordner eine ISO-Datei.
- Aus dieser ISO-Datei kann nun mit nLite oder mit einem Brennprogramm (z.B. Nero) ganz einfach eine bootfähige CD erstellt werden (bei Nero Burning ROM in der oberen Menüleiste auf "Rekorder" gehen, auf "Image erstellen..." klicken und auf die Iso-Datei verweisen - fertig!).
3. Hinweise für die spätere Installation
Die Erstellung einer einwandfreien bootfähigen CD mit integrierten Intel S-ATA/RAID-Treibern garantiert leider nicht in allen Fällen eine auf Anhieb gelingende Installation des Betriebssystems.
Neben zahllosen denkbaren Hardware-Defekten (einschließlich fehlerhafter Kabel) kommen dafür vor allem folgende Ursachen in Frage:
- Integration eines nicht zum Betriebsystem passenden Treibers, z.B. durch Verwechslung der 32bit- und 64bit-Treiberversion
Die irreführende Fehlermeldung lautet dann "Die Datei XYZ.SYS ist beschädigt" (english: "the file xyz.sys is corrupt").
- nicht ordnungsgemäß konfiguriertes und als bootfähig gesetztes RAID
- nicht korrekt im BIOS beim Punkt "HARD DISK BOOT PRIORITY" gesetzte Bootreihenfolge der im System vorhandenen Festplatten (nicht zu verwechseln mit der "normalen" Boot-Reihenfolge CDROM/Festplatte/Floppy)
Bei RAID-Systemen sollte das RAID bei der Festplatten-Bootreihenfolge im BIOS an erster Stelle stehen.
- Verwendung eines CD/DVD-Laufwerks, das an einem der Intel S-ATA Controller hängt
Es gibt Probleme, wenn die SATA-Controller im BIOS auf AHCI- oder RAID-Betrieb gesetzt sind. Abhilfe: Optische S-ATA Laufwerke sollten an einem der JMicron-Ports angeschlossen werden, die im IDE-Modus laufen.
- Vorhandensein weiterer Festplatten außerhalb des RAID-Verbundes
Abhilfe: Alle Nicht-Raid-Festplatten sollten vor Beginn der Installation abgeklemmt und erst nach erfolgreicher Installation des Betriebssystems wieder mit dem Mainboard verbunden werden.
- gesteckte und vergessene USB-Sticks, Floppys oder Memory-Cards (vor Beginn der Installation herausziehen!)
Wichtige Hinweise:
- Wer während der Bearbeitung mit nLite die Aufgabe "Unbeaufsichtigte Installation" bearbeitet und dort irgendwelche Angaben macht (und sei es nur das Eingeben des Namens oder des CD-Keys) muss die Intel Controller-Treiber integrieren und darf sie nicht über F6/Diskette laden. Andernfalls "vergisst" das Windows Setup die zuvor erfolgreich geladenen Treiber!
- Das Gleiche kann übrigens auch passieren, wenn man als Quelle für die nLite-Bearbeitung keine Original-CD, sondern eine bereits (z.B. mit nLite) bearbeitete Version des Betriebssystems verwendet.
Daraus ergibt sich, dass man im Falle des späteren Scheiterns der XP/W2k-Installation niemals den bereits von nLite bearbeiteten Quellordner weiterbearbeiten, sondern stattdessen den Prozess mit einer frisch kopierten Original-Quelle von vorne starten sollte.
- Wenn die Intel Textmode-Treiber eingebunden sind, darf - trotz entsprechender Aufforderung auf dem Bildschirm - nicht F6 gedrückt werden (sonst passiert das Gleiche wie unter Punkt 1).
4. Installation der Intel RAID-Software
Während der Installation des Betriebssystems werden zwar alle erforderlichen aktuellen Intel SATA/RAID-Treiber installiert (sofern sie in die CD integriert waren), trotzdem empfiehlt es sich insbesondere für RAID-Nutzer, nach erfolgreicher Installation des Betriebssystems die
Konsole-Software der "Intel(R) Rapid Storage-Technologie" (siehe
>hier<) zu
installieren, um jederzeit Zugriff auf die AHCI- bzw. RAID-Konsole zu bekommen.
Wer das Software-Paket noch nicht hat, kann die neueste offizielle Version der Intel(R) Rapid Storage-Technologie"
>hier< bei Intel bekommen.
Hinweis: Die Pakete für alle Versionen von Windows XP (Home, Prof, MCE, x64) und Windows 2003 (32/64bit) sind völlig identisch . Es ist also völlig egal, ob man das Paket für Windows XP Home oder für irgend ein anderes der aufgeführten Betriebssysteme herunterlädt.
Weil Intel seine Download-Seiten nicht immer auf dem neuesten Stand hat, lohnt sich auch ein Blick auf
>diese< Seite, denn dort findet man die aktuellste Version des zum integrierten Treiber passenden Konsolen-Pakets am ehesten (der Download-Knopf ist jeweils ganz rechts).
Zusätzlich habe ich die zu den integrierten RST- bzw. RSTe-Treibern "passende" Version des jeweiligen Gesamtpakets (mit 32/64bit Treibern und RST- bzw. RSTe-Konsolen-Software) für Euch hochgeladen.
Hier sind die Download-Links:
Im Unterschied zu den bei Intel verfügbaren EXE-Dateien lassen sich die von mir hochgeladenen Pakete ganz leicht entpacken, weil ich das jeweilige Original-Paket zuerst extrahiert und dann erst als RAR-Archiv hochgeladen habe.
Das war es - ich hoffe, dass es auch bei Euch klappt!
Viel Erfolg wünscht
Fernando