Razer Leviathan: Gamer-Soundbar im Test

Razer Leviathan Soundbar Test

Razer ist den meisten wahrscheinlich bekannt für seine Gaming-Mäuse und -Tastaturen. Doch auch im Bereich Sound hat der kalifornische Hersteller einiges zu bieten. Neben Headsets und Mikrofonen hat Razer auch eine Soundbar im Angebot. Sie verspricht satten Surround-Sound für PC Spiele, Filme und Musik. Wir haben sie getestet und einem Soundcheck unterzogen.

Erster Eindruck

Die Razer Leviathan kommt in einer stylischen schwarzen Box, auf der die Spezifikationen und Abbildungen von Soundbar und dazugehörigem Subwoofer befinden. Im Inneren verbergen sich neben der Soundbar und dem Subwoofer selbst eine Glückwunsch-zum-Kauf-Schreiben (recht schick auf Milchpapier), eine Anleitung und Aufkleber mit dem Logo des Herstellers. Auch ein kleines Päckchen zwei verschiedene Arten von Standfüßen für die Soundbar gehört zum Lieferumfang dazu.

Die Soundbar ist 2 kg schwer, der Subwoofer 2,35 kg. Das Gehäuse beider Geräte besteht aus Kunststoff (abgesehen von der Lautsprecherabdeckung und diversen Appilkation, die aus Metall sind) und machen einen gut verarbeiteten und hochwertigen Eindruck. Beißenden Geruch von Kunstoff, wie ich ihn schon öfter bei Lautsprechern erlebt habe, dünsten die Geräte nicht aus.

Razer Leviathan Soundbar Einzelteile

Anschluss und Inbetriebnahme

Die Razer Leviathan lässt sich sehr schnell und einfach anschließen: Soundbar an Strom anschließen und mit Subwoofer koppeln und danach die Soundbar per optischem Audiokabel oder per Klinke an den AUX-Anschluss des Fernsehers oder Computers anschließen. Alternativ kann man die Soundbar auch per Bluetooth koppeln, was mit verschiedenen Geräten im Test ohne Probleme geklappt hat. Auch eine Anbindung per NFC ist möglich. Einziges Manko: Die mitgelieferten Kabel sind für meinen Geschmack etwas zu kurz. Vor allem das Stromkabel könnte etwas länger sein.

Die Bedienung über die Tasten auf der Oberseite der Soundbar ist denkbar einfach und selbsterklärend. Leider gibt es für die Razer Leviathan keine Fernbedienung, weswegen sie sich am besten für die Platzierung auf dem Schreibtisch direkt vom dem Bildschirm eignet und weniger für die Platzierung vor dem Fernseher.

Klang

Man kann zwischen 3 Equalizern für Games, Filme und Musik wählen. Vor allem der Musik-Equalizer ist praktisch, da er den Bass etwas herunterschraubt und dafür die Höhen etwas betont. Mir persönlich gefällt der unverfälschte Sound ohne Equalizer jedoch auch sehr gut.

Der Klang der Razer Leviathan konnte mich auf ganzer Linie überzeugen, egal ob beim Spielen, beim Musikhören oder bei Filmen. Bei höheren Lautstärken sind die Höhen schön klar und neigen nicht zum Plärren, wie es bei vielen PC-Lautsprechern der Fall ist. Der Subwoofer ist gut mit der Soundbar abgestimmt und liefern einen vollen und satten Bass. In Sachen Surround-Sound unterstützt die Razer Leviathan sowohl Dolby Digital als auch Dolby Pro Logic II und Dolby Virtual Speaker.

Als Ersatz für ein Heimkino-System am Fernseher ist die Razer Leviathan allerdings eher ungeeignet. Nicht nur durch die fehlende Fernbedienung, sondern auch durch fehlende Leistung. Am besten ist der Klang, wenn man direkt davor sitzt. Um Surround-Sound ins Wohnzimmer zu bringen, sollte man eher zu einer ausgewachsenen Heimkino-Soundbar, wie z. B. der Teufel Cinebar 11 oder der Bose Solo 5 TV, greifen.

Technische Daten

  • Verbindungsmöglichkeiten via analogem oder optischem Anschluss sowie via Bluetooth v4.0 aptX®
  • Anpassbare Neigungswinkel (0°,15°,23°)
  • 3 Equalizer-Einstellungen (Filme, Musik, Gaming)

Soundbar

  • Gesamte Ausgangsleistung: 30W (15 W x 2 RMS)
  • Full-Range-Treiber: 2 x 2,5” / 63,5 mm
  • Tweeter-Treiber: 2 x 0,74” / 19 mm
  • Impedanz: 8 Ω
  • Frequenzbereich: 180 Hz – 20 KHz
  • Gewicht: 4,4 lbs / 2 kg

Subwoofer

  • Typ: Passiv
  • Gesamte Ausgangsleistung: 30W RMS
  • Full-Range-Treiber: 5,25” / 133 mm
  • Impedanz: 4 Ω
  • Frequenzbereich: 20Hz – 180Hz
  • Ungefähres Gewicht: 5,1 lbs / 2,35 kg

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